Was ist eine Artothek?

Teilen: Wir teilen unsere Gedanken und Fotos auf instagram und facebook, wir teilen auf airbnb unsere Wohnung, wir teilen in der Stadt Fahrräder und Autos. Warum teilen wir eigentlich keine Kunst?!

Artothek Hannover

Der Begriff Artothek kommt aus dem griechischen und setzt sich aus den Worten „Ars = Kunst“ und „Theke = zusammentreffen“ zusammen. Und genau das ist die Artothek Hannover. Hier gibt es Kunst, die zusammenbringt. Nämlich Kunstinteressierte, Kunstmuffel oder einfach gesagt jeden, der Lust auf was Neues hat. Denn in der Artothek kann man sich ganz einfach Bilder leihen und wenn man sich nicht mehr trennen will, auch kaufen.

Die Artothek Hannover ist ein gemeinnütziger Verein und bringt Kunst ins Wohnzimmer. Und zwar genauso lange, wie man mag.

Das Angebot ist für Leute, die Lust auf Veränderung haben und sich gerne neu anregen und inspirieren lassen. Interessant ist das Angebot auch für diejenigen, die sich nicht festlegen wollen oder können, die keine Lust haben viel Geld für ein Bild zu investieren, das womöglich schon bald nicht mehr gefällt.

Hier geht`s zur Kunst

Outsider Art

„Outsider Art“ ist ein Begriff, den der britische Kunstkritiker Roger Cardinal Anfang der 1970er Jahre prägt, um die Produktion von Kunst entlang und jenseits dieser Grenzen zu beschreiben. Von der „Bildnerei der Geisteskranken“ spricht noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts Hans Prinzhorn, einer der theoretischen Pioniere. Die Bezeichnung „Art brut“ wählt der Künstler Jean Dubuffet, um vor allem die rohe Ursprünglichkeit, die er in diesen Werken ausmacht, zu manifestieren. Als „zustandsgebundene Kunst“ will der Wiener Psychiater Leo Navratil die Arbeiten in den 1970er Jahren benannt wissen. Darüber hinaus finden sich Bezeichnungen wie Self-taught Art, Raw Art, Vernacular Art, Visionary Art, Folk Art oder Deviante Kunst, um nur die gängigsten Begriffe anzuführen. In jüngster Zeit spricht man auch von neurodivers. Cardinals Benennung Outsider Art, die manchem vielleicht zu stark auf die Randständigkeit dieser Kunst verweist, ermöglicht allerdings im Gegensatz zu den anderen gängigen Begriffen eine Befragung der Werke nicht nur in ästhetischen, sondern auch in sozialen Begrifflichkeiten; nicht unerheblich bei einer Kunst, die sich eben nicht allein durch die Form, sondern auch und gerade durch den besonderen Charakter ihrer Produktion auszeichnet. (Quelle: Schirn Kunsthalle, Frankfurt zur Ausstellung „Weltenwandler“, 2010)

Die Künstlerinnen und Künstler der Artothek Hannover

Unsere Kunst bedient sich aktuell aus dem Bilderfundus der AuE-Kreativschule e.V. (AuE) Ein Verein, der Menschen mit psychischer Beeinträchtigung die Möglichkeit gibt, Kunst zu schaffen. Die Gruppe der AuE-Künstler traf sich über 20 Jahre im Sprengel Museum zum Malen. Die Künstlerinnen und Künstler sind von AuE entdeckt worden.

Ausstellungbeteiligungen von 1990-2012 (eine Auswahl ):

„Wenn der Mond einen Hof hat, Künstler aus dem Langzeitbereich der Psychiatrie“, Sprengel Museum.

„Grün ist Rote Beete“ Museum für Outsiderkunst, Schleswig

„Malerkünstler – Markus Marchewka – Willi Koplin – Eibo Reents – Robert Picker“ Sprengel Museum Hannover

„Palast in Wirklichkeit“ Galerie Falkenberg, Hannover

„Bilder von Eibo Reents“ KUNST KÖLN (Art Brut) Internationale Kunstmesse, Köln

„Elementarkräfte“ Schaffen und Werk psychiatrieerfahrener Künstler über 100 Jahre. Ausstellung im Kubus Beteiligung von 3 AuE-Künstlern

„Porträt“ Ausstellung im Kultusministerium

„Über die Unsterblichkeit der Maikäfer II“ Ausstellung im SofaLoft

„Colour my life“ Ausstellung im Theater an der Glocksee

„Verrückt in Form“ Kunstausstellung in der Ärztekammer Niedersachsen

Künstlerinnen und Künstler aus der Region Hannover

Gunnar Klenke, Jahrgang 1956, hat 1983 sein Diplom in Freie Kunst an der Fachhochschule Hannover gemacht. Lebt und arbeitet in Hannover, sein Atelier ist in der Alten Bäckerei im Stephansstift.

Gunnar

Pia Danner, Jahrgang 1974, lebt mit ihrer Familie in Hannover-Linden-Süd und wird mit ganz neuen Arbeiten im Gepäck unsere Sammlung ergänzen. Freuen Sie sich auf tolle neue Bilder, die demnächst schon in Ihrem Wohnzimmer hängen können.

artvergnügen.com

artophil sind wir auch noch

Sind wir nicht alle ein bisschen artophil!

artophil ist die neue Veranstaltungsreihe der artothek.
Jeden zweiten und vierten Samstag im Monat (in den Ferienzeiten nicht) gibt es eine Stunde lang Kultur! Wir laden Kunst- und Kulturschaffende ein, uns ihre Welt – ihre Kunst zu zeigen.

Programm in Kürze – wenn ihr mehr Infos haben möchtet, dann gerne über den kleinen Umschlag oben rechts unseren Newsletter bestellen.

+ 25. Mai um 11 Uhr //Kersten Flenter, Lesung aus seinem aktuellen Buch „Wie wir uns besiegten“
+ Mittwoch, 5. Juni um 18 Uhr //exklusive Kuratorenführung für Mitglieder der artothek durch die aktuelle Ausstellung „Artistic Intelligence“ des Kunstvereins Hannover, anschließend ein Vortrag von Jürgen Rinck zum Thema „Was Sie über künstliche Intelligenz wissen sollten“ (KI und gesellschaftliche Auswirkungen)
+ 22. Juni um 11 Uhr //Tanzperformance „Winter im Sommer“ von Erneste Junge, TuT Hannover

FAQs

AUSLEIHEN
Wie suche ich mein Bild aus?
Das geht entweder online oder vor Ort in der Artothek, Voßstraße 11a, 30161 Hannover-List.  In beiden Fällen ist eine feine Auswahl der Sammlung sichtbar. Wir erweitern und ändern das Angebot alle drei Monate. Wir bieten einen Newsletter an, der über Neuigkeiten und andere Nettigkeiten informiert.

Wenn ich mein Bild online ausgesuchte habe, kann ich es mir vorher nochmal anschauen bevor ich es mitnehme?
Natürlich. Da Du das Bild ja bei uns abholst, Kannst Du Deine Wahl erstmal in Ruhe kennenlernen bevor wir das Bild gut verpackt mit Dir nach Hause gehen lassen.

Wie bezahle ich mein Bild?
Du zahlst nicht pro Bild, sondern Du unterstützt den gemeinnützigen Verein Artothek Hannover mit einer Fördermitgliedschaft. Damit unterstützt Du nicht nur ein gutes Projekt, sondern mit diesem Beitrag kannst Du vier mal im Jahr ein neues Bild ausleihen.

TRANSPORT
Wo kann ich mein Bild abholen?
In der Voßstraße 11a/Hinterhaus, 30161 Hannover-List. Hier können die Bilder abgeholt und wieder zurückgebracht werden.

Wann kann ich mein Bild abholen?
Sobald wir den Fördermitgliedsantrag von Dir haben, kannst Du Kunst leihen. Du bekommst von uns dann noch eine schicke Mitgliedskarte.

Wie ist das Bild verpackt?
Das Bild ist in Luftpolsterfolie so verpackt, dass Du das Bild unbeschadet bis nach Hause transportieren kannst. Für den Rückweg zu uns, das Bild dann auch wieder mit der Folie verpacken. Die nutzen wir immer und immer wieder.

RÜCKGABE
Wann bringe ich mein Bild zurück?
Du darfst das Bild für drei Monate bei Dir zuhause einziehen lassen.

Ich möchte mein Bild länger behalten. Geht das?
Kein Problem, schreibe uns einfach eine E-Mail. Dann verlängert sich die Ausleihe automatisch um weitere drei Monate. Sollte es vorreserviert sein, dann melden wir uns bei Dir.

Werde ich an die Rückgabe erinnert?
Ja, wir erinnern Dich vorher an den Rückgabetermin.

Ich will mich nicht mehr von meinem Bild trennen. Wie wird es wirklich meins?
Die Artothek kann gerne einen Kontakt zu den entsprechenden Künstlerinnen und Künstlern vermitteln.

VERSICHERUNG
Ist mein ausgeliehenes Bild versichert?
Ja, die Bilder sind sowohl beim Transport als auch bei Dir zuhause versichert. Wir haben bei der VGH eine Transport- und Ausstellungsversicherung abgeschlossen. Nicht versichert sind Unfälle, die bei Dir zuhause passieren (Vandalismus, Bobbycar-Fahrten gegen die Leinwand, andere Beschädigungen), hier würde dann Deine Haftpflichtversicherung zum Zuge kommen.

Und noch was Wichtiges:

Deine Sorgfaltspflicht. Der Entleiher ist verpflichtet, entliehene Kunstwerke mit größter Sorgfalt zu behandeln und vor Verlust und Beschädigung zu schützen. Bilder dürfen nicht aus dem Rahmen entfernt werden; ebenso ist eine Veränderung der Aufhängevorrichtung nicht statthaft. Die Bilder sind vor direktem Sonnenlicht zu schützen. Die entliehenen Kunstwerke sind in der Verpackung zurückzugeben, in der sie übergeben worden sind.