BU: Ensemble Megaphon, Trio

Ensemble Megaphon – Zwischen Klang und Stille

Aufführung: Samstag 8.10. um 19:30 – 21:00 Uhr

 

„Diese echte Stille… ist Fundament allen Denkens, darauf wächst alles Schöpferische von Wert. Alles, was lebt und dauert, entsteht aus dem Schweigen. Wer diese Stille in sich trägt, kann den lauten Anforderungen von außen gelassen begegnen.“ Yehudi Menuhin

Die Aufführung bewegt sich in den Grenzbereichen zwischen Klang und Stille mit dem Ziel, die Stille in der Musik zu empfinden, hören und wahrzunehmen. Es ist ein Wagnis und Versuch, die verschiedenen Facetten der Stille erfahrbar zu machen und die Stille als ästhetischen, kontemplativen, aber auch als politischen Ort zu erleben.

Die Kompositionen und Klänge oszillieren zwischen Musik und Stille, Klassik und Moderne, Geräusch und Melodie, Notation und Improvisation. Um die Sinneswahrnehmung zu erforschen und zu vertiefen, erklingen einige Stücke in einer Konzertdramaturgie zwei Mal: zuerst hört das Publikum mit offenen, später mit geschlossenen Augen. Um diese Erfahrung zu verstärken, tauchen wir den Raum – in einer Lichtregie – in ein weiches gedämmtes Licht ein. Die Musiker*innen sind zwischen dem Publikum platziert und musizieren inmitten der Zuhörenden. Dadurch erleben die Besucher*innen Klänge und Töne aus einer unmittelbaren Nähe: sie können das Rauschen des Bogens oder das Einatmen der Klarinette hören und deutlicher wahrnehmen.

Das Ziel des Konzerterlebnisses ist Ohren und Sinne zu schärfen, die Stille als „wertvolles“ Zeitfenster wahrzunehmen und zu erleben, wie wichtig Stille für Musik und das gesamte Leben ist. Im Programm stehen Werke von J. Cage, G. Kurtag, M. Feldman. Im zweiten Teil erklingen Werke der Musiker*innen, die selbst zu Komponist*innen werden.

Partizipation des Publikums
Das Publikum bildet einen wichtigen Teil der Aufführung. Es wird zur Partizipation angeleitet und in das Konzert mit einbezogen. Ausgehend von der grafischen Notation „Paper Music“ von Ben Patterson und von eigenen Konzepten zu den Haiku-Gedichten, erarbeiten die Musiker*innen zusammen mit Publikum vielseitige Klang-Collagen. Als Instrumente dienen ihnen mannigfaltige Arten des Papiers – in verschiedener Dicke und Dichte – sowie Kieselsteine und Alltagsgegenstände, die vor dem Konzert an das Publikum verteilt werden. Angeleitet durch die Musiker*innen entsteht somit ein klangliches Panorama, das Ohren und Sinne für verborgenen Möglichkeiten und Facetten des Geräusches und des Klangs öffnet und gleichzeitig eine Einladung in die Welt der zeitgenössischen Musik darstellt.

Pay what you can!

„Die Hoffnung ist grün“
Eine Gruppenausstellung ausgewählter Künstler:innen der artothek Hannover

Wir zeigen im 2. OG neue Arbeiten von ausgewählten Künstler:innen der artothek, die uns Arbeiten zum Ausstellungstitel „Die Hoffnung ist grün“ reingereicht haben. Lasst euch überraschen, was Anna Eisermann, Constanze Böhm, Joanna Schulte, Gunnar Klenke, Maximilian Neumann, Pia Danner, Edin Bajric, Serdar Seven und Mareike Beermann daraus gemacht haben.

Aaron Rodriguez | Friederike Olsson
Ausstellung im 1.OG der artothek, noch bis Ende September zu besuchen.

Aaron Rodriguez (Malerei) und Friederike Olsson (Grafik und Illustration) sind ein Künstlerpaar.
Gemeinsam bilden sie ein autonomes Projekt künstlerischer Produktion mit dem Namen Atelier el Atico. Seit kurzem in Hannover tätig liegt das Interesse auf Ausstellungsinitiativen im physischen Format, der Erkundung neuer Horizonte durch zeitlich begrenzte Gemeinschaftsprojekte mit anderen Künstlern. Gezeigt werden in dieser Ausstellung kontrastreiche Positionen von farbintensiver Malerei bis zu monochromen Drucken und Grafiken.

Aarón Rodriguez (*1984, Madrid) studierte an der UCM Madrid und an der Kunstakademie Düsseldorf. Thematisch spiegeln sich die Mythen und Kultur seiner Herkunft in seinen Arbeiten. Düster oder farbintensiv – seine Art mit dem Medium Ölfarbe umzugehen spielt mit dem fragilen Gleichgewicht zwischen abstrakter Auflösung und der Zerbrechlichkeit figurativer Elemente.

Friederike Olsson (*1984, Hildesheim) arbeitet mit Linolschnitten, Radierungen und Federzeichnungen. Die monochrome Reduktion spielt in Ihren Bildern eine grundlegende Rolle. Stilistisch finden sich Inspirationen folklorischer Kunst aus aller Welt in den Werken. Oft bilden Sagen, Fabeln oder Märchen auch den Ausgangspunkt für die Entstehung der Motive.