Artotheken verleihen Kunst.

Sie können in Artotheken Kunstwerke ausleihen wie Bücher in einer Bibliothek.

Artotheken gibt es weltweit. In Deutschland findet man sie seit den 1960er Jahren beispielsweise in öffentlichen Bibliotheken, Kunstvereinen, Kulturverwaltungen und Museen. Andere werden als gemeinnütziger Verein in freier Trägerschaft betrieben.

Artotheken verleihen Kunst für eine begrenzte Zeit, kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr. Möglichst viele Menschen sollen die Möglichkeit haben sich in aller Ruhe mit Kunst auseinanderzusetzen – in ihrem persönlichen Umfeld zu Hause oder am Arbeitsplatz. Das soll auch für diejenigen möglich sein, die sich den Kauf teurer Originale nicht leisten können.

Meistens handelt es sich bei den ausleihbaren Werken um zeitgenössische Kunst. In einem Museum kann man Kunstwerke nur begrenzte Zeit „besuchen“. Um sie wirklich kennen zu lernen braucht man Zeit. Hängen die Kunstwerke über mehrere Wochen oder Monate in den privaten Räumen, entwickelt sich eine persönliche Beziehung. Unverbindlich kann man sich so immer wieder wechselnden Bildern annähern und dabei ausprobieren, welche Kunst und welche Künstler*innen jeweils die größte Faszination ausüben. Darüber entwickelt jeder einen persönlichen Kunstgeschmack.

Artotheken bieten mit ihrem Konzept einen niederschwelligen Zugang zu Kultureller Bildung für eine breite Bevölkerung.